Sensei Ilona Szőcs (5. Dan)

Kata Demonstration

Ursprünglich komme ich aus Preßburg (Bratislava), Slowakei. Dort habe ich Anfang 1990 mit Goju Ryu Karate unter der Leitung von Sensei Dušan Vaško begonnen. Die Trainings fanden 4 Mal pro Woche am Abend statt — oft war es sehr spät, bis ich vom anderen Ende der Stadt nach Hause kam. Trotz dieser Herausforderung hat mich Karate fasziniert. Auf Sportkarate ausgerichtet nahm ich aktiv an Wettkämpfen teil und absolvierte eine Ausbildung als Schiedsrichterin. Nach 5 Jahren intensiven Trainings erhielt ich 1995 den 1. Dan.

Ab 1996 trainierte ich unter Sensei Igor Debrecký weiter, in dessen Verein ich auch Kobudo (Kampfkunst mit den auf Okinawa entwickelten Bauernwaffen) kennenlernte. 2004 erzielte ich den 2. Dan.

Da mich meine beruflichen Wege oft ins Ausland führten, suchte ich stets eine Möglichkeit weiterzutrainieren: 1995/96 in England Shotokan Karate, 1997/98 in Ungarn bei Sensei László Harsányi Goju Ryu, 2005/06 in Belgien traditionelles Okinawa Goju Ryu.

Während meiner Zeit in Südtirol (2006–2009) wechselte ich mangels Goju Ryu Dojo vorübergehend zu Hakkoryu JuJutsu (1. Dan) und Yoseikan Budo (2. Kyu).

Seit 2009 lebe ich in Wien und bin Mitglied der TOGKF Austria. Beruflich bin ich als Wissenschaftlerin und Lektorin im akademischen Bereich tätig. Hier habe ich glücklicherweise einen Karateverein gefunden, in dem unter der Leitung von Sensei Raoul Vogel traditionelles Karate und individuelle Weiterentwicklung im Vordergrund stehen.

Dank dieses Ansatzes und viel hartem Training habe ich 2011 die Prüfung zum 3. Dan, 2015 zum 4. Dan und 2020 zum 5. Dan bestanden. Die Prüfungskommission bestand jeweils aus Shihan Bakkies Laubscher (9. Dan) und Sensei Raoul Vogel (8. Dan).

Goju Ryu Karate ist zu einem zentralen Bestandteil in meinem Leben geworden — die Begeisterung ist stets geblieben. Der Leitsatz, der mich all die Jahre begleitet hat, lautet: „Überwinde dich selbst und gib nie auf!”